Europaletten – praktische Helfer
Europaletten vereinfachen den beruflichen Alltag in vielfacher Hinsicht. Auf dem heute vorherrschenden Markt werden sie vielfach angewendet und sind nicht mehr wegzudenken. Durch die nach DIN genormte Herstellung, dient die Europalette als weltweites tauschfähiges Produkt und wird innerhalb eines Tauschsystems in Deutschland eingesetzt.
So praktisch ist die Palette
Die sogenannte Vierweg- oder Euro(pool)palette lässt sich von allen Seiten mit einem Gabelstapler oder Hubwagen befördern. Die Paletten werden durch ein einfaches Stapelprinzip bestückt und gegebenenfalls foliiert, um die Sicherheit der darauf gelagerten Artikel zu gewährleisten. Die Anwendungsbereiche von Europaletten erstrecken sich über viele Bereiche des Wirtschaftssystems. So werden die Paletten beispielsweise zum Transport von Lebensmitteln oder von Ziegelsteinen oder Marmor verwendet. Auch Haushaltsgeräte und Möbel werden oft auf einer Vierwegpalette geliefert. Der Einsatz der Helfer aus Holz erstreckt sich über so viele Produkte, so dass sich eine genaue Aussage über die Bereiche zumeist nicht mehr treffen lässt. Generell kann man annehmen, dass fast jedes Lebensmittel im Supermarkt vorher auf einer Europalette stand. Kein Wunder, denn diese Paletten halten ein punktuelles Gewicht von 1000 Kilogramm und auf die Gesamtfläche verteile eines von 2000 Kilogramm. Dies bietet natürlich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Es gibt heute mehrere Arten von Europaletten. Die Unterschiede kennzeichnen sich in der Stärke und auch den Abmessungen. Zusätzlich können zur Transporterleichterung Gitterboxen, Stretchfolien oder ein Umreifungsband benutzt werden. Die Europalette wird sowohl auf Lkws, wie auch auf Schiffe oder Züge verladen. In einen großen Sattelzug können jeweils 3 Paletten längs und 2 Paletten quer verladen werden. Zum Tausch kommt es im Übrigen nur, wenn der Anbieter auf die Europalette hinweist und diese ankündigt. Zudem muss auf den Frachtpapieren die Anzahl vermerkt werden, wie viele Holzhelfer entgegen genommen wurden.
Was macht eine Palette zur Europalette?
Eine Europalette wird nach der festgelegten DIN 13698 Teil 1 hergestellt. Durch diese Festlegung, gibt es genaue Vorschriften, wie viele Bestandteile eine richtige Europoolpalette enthalten muss. So werden diese zum Beispiel aus mindestens 78 aber höchsten 84 Spezialnägeln zusammen gehalten. Die Maße sind genauestens einzuhalten und habe eine Größe von 120 x 80 x 14,4 Zentimeter (L x B x H). Des Weiteren ist ein Gewicht von 20 bis 24 Kilogramm einzuhalten. Auch ist die Holzart entscheidend. Hier dürfen nur Tanne, Birke und Ahorn zum Einsatz kommen. Damit die Europalette einen Wiedererkennungswert hat und nicht mit billigen, nachgemachten Holzbauten verwechselt werden kann, ist auf jeder Palette ein EUR-Zeichen mit Umrundung am rechten Klotz angebracht. Am mittleren Klotz findet man die Abkürzung des Herstellerlandes und den Herstellungszeitpunkt. Ebenso ist eine sogenannte Geprüftklammer oder ein Reparaturnagel unter dem Herstellerland angebracht. Wenn all diese Vorschriften eingehalten sind und die nötigen Kennzeichnungen vorhanden sind, so kann die Vierwegpalette für den internationalen Tauschhandel genutzt werden.
Bei starken Beschädigungen und Beschmutzung ist aber ein weiteres Handeln mit den Holzhelfern nicht mehr möglich. Unterschieden werden Europaletten nach Ihrer Neuwertigkeit. So gibt es neue und neuwertige Paletten oder auch Gebrauchte, tauschfähige oder Verbrauchte, nicht mehr tauschfähige Vierwegpaletten. Eine Alternative zur Europalette bilden Einwegpaletten, Inkapaletten oder jene aus Kunststoff. Deren Bedeutung ist jedoch viel geringer, als die der bekannten Tauschpalette.
Bildquelle: Claus Rebler © cc by-sa
Posted März 2, 2012 by Clemens Friedrich under Allgemein